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Winterstraßen in Georgien: Sperrungen am Dschwari-Pass, Reifen und Ketten Urlaub 5 Min. Lesezeit

Winterstraßen in Georgien: Sperrungen am Dschwari-Pass, Reifen und Ketten

Gustawson GustawsonRedaktion · Bebgur
Veröffentlicht: 12.10.2026
13 Malwar der Dschwari-Pass im Winter 2025/26 gesperrt
1. Dezember - 1. MärzWinterreifenpflicht auf Bergabschnitten
100 LariStrafe für Fahrten ohne Winterreifen oder Ketten

Georgiens Straßen sind auch im Winter befahrbar, und in die Skigebiete kommen Sie mit dem Auto oder mit dem Minibus (Marschrutka). Heikel sind nur die hohen Bergabschnitte: Schnee und Lawinengefahr können die Straße für ein paar Stunden, manchmal auch für mehrere Tage sperren.

Am häufigsten gesperrt ist der Dschwari-Pass (Kreuzpass) an der Georgischen Heerstraße, die über Gudauri nach Kasbegi (Stepanzminda) führt. Auf den Bergstraßen gilt außerdem vom 1. Dezember bis 1. März Winterreifenpflicht, und bei schlechtem Wetter kann die Polizei zusätzlich Schneeketten vorschreiben.

Aktuelle Straßenlage in den Bergen

Straßenlage in den BergenDaten der Straßenverwaltung Georgiens, alle 15 Minuten aktualisiert
Tiflis → GudauriAnstieg über Mleta
…
Gudauri → KobiDschwari-Pass, Straße nach Kasbegi
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Kasbegi → DarialDarial-Schlucht bis zur Grenze
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Bordschomi → BakurianiStraße zum Skigebiet
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Sugdidi → MestiaStraße nach Swanetien
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Mestia → UschguliOberswanetien
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Batumi → Goderdziüber Chulo
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Achalziche → Goderdziüber den Goderdzi-Pass
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Straße nach TuschetienAbano-Pass
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Straße nach SchatiliDatwisdschwari-Pass
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Im Zweifel hilft die Hotline der Straßenverwaltung Georgiens: 032 2 31 30 76. Bei Unfällen und anderen Notfällen auf der Straße wählen Sie die 112, dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar.

Routen zu den Skigebieten auf der Karte

Wählen Sie unten eine Route oder planen Sie Ihre eigene: Die Karte zeigt Strecke, Entfernung und Fahrzeit. Jede Route führt in eines der Skigebiete in Georgien oder in ein Bergdorf, das im Winter besonders gefragt ist.

Tippen Sie auf eine Route, um sie auf der Bebgur-Karte zu öffnen. Die Fahrzeiten gelten für trockene, freie Straßen, bei Schnee brauchen Sie in die Berge deutlich länger.

Dschwari-Pass: wann und warum er gesperrt wird

Lastwagen auf der Georgischen Heerstraße zwischen verschneiten Bergen im Januar
Die Georgische Heerstraße im Januar. © Robot8A, CC BY-SA 4.0

Der Dschwari-Pass liegt auf etwa 2.400 m zwischen Gudauri und Kobi. Gesperrt wird meist nur der rund 14 km lange Abschnitt Gudauri-Kobi, die Straße von Tiflis hinauf nach Gudauri bleibt offen. Im Winter 2025/26 war dieser Abschnitt 13 Mal für den gesamten Verkehr gesperrt, genauso oft wie 2024/25.

Fast immer steckt hohe Lawinengefahr dahinter, die Einschätzung kommt von der Nationalen Umweltagentur. Seltener sind Schneesturm und schlechte Sicht der Grund. Sperrungen gibt es von November bis April, am häufigsten im Februar.

Meist ist der Pass nach etwa einem Tag wieder frei, rund die Hälfte aller Sperrungen dauert weniger als 24 Stunden. Die längsten zogen sich über 4-5 Tage hin: vom 18. bis 23. Februar 2025 und vom 26. Februar bis 2. März 2026. Nach der Freigabe dürfen zuerst Pkw fahren, Lkw mit Anhänger erst später.

Die Straße von Tiflis nach Gudauri war pro Winter nur einmal gesperrt, für etwa einen Tag. Solange der Abschnitt Gudauri-Kobi zu ist, kommt man weder nach Kasbegi noch zum Grenzübergang Darial an der russischen Grenze. Eine Umgehungsstraße Kwescheti-Kobi ist im Bau, nach dem jüngsten offiziellen Zeitplan soll sie 2028 eröffnet werden.

Winterreifen und Schneeketten: was vorgeschrieben ist

Seit 2024 brauchen Autos auf ausgewiesenen Bergabschnitten vom 1. Dezember bis 1. März Winterreifen an allen vier Rädern. Bei schlechtem Wetter kann das Innenministerium diesen Zeitraum verlängern und Schneeketten auf mindestens einer Antriebsachse vorschreiben.

Als Winterreifen zählt ein Reifen mit Schneeflockensymbol, der beim Pkw mindestens 3 mm Profiltiefe hat und nicht älter als 10 Jahre ist. Wer ohne Winterreifen oder trotz Kettenpflicht ohne Ketten fährt, zahlt 100 Lari Strafe und bekommt 5 Strafpunkte. Außerdem kann die Polizei Sie schon vor dem betroffenen Abschnitt zurückschicken.

Die Pflicht gilt nicht auf jeder Straße, sondern nur auf den Abschnitten, die die Regierung festgelegt hat. Für die Fahrt in die Skigebiete sind diese wichtig:

StraßeWo Winterreifen Pflicht sind
Georgische HeerstraßeMleta-Kobi: der Anstieg nach Gudauri, Gudauri selbst und der Dschwari-Pass
Bordschomi-Bakuriani-Achalkalakidie gesamte Strecke, auch die Zufahrten zu den Pisten von Bakuriani
Sugdidi-Mestia-Uschgulider gesamte Bergabschnitt von der Stadt Dschwari bis Mestia und Uschguli
Batumi-Chulo-Achalzichevon Keda über Chulo und Goderdzi bis Achalziche
Autobahn Tiflis-Kutaissidie Abschnitte bei Surami und am Rikoti-Tunnel

Wer im Winter einen Mietwagen in Georgien bucht, sollte vorab klären, ob das Auto Winterreifen hat und ob es Schneeketten dazu gibt.

Weitere Bergstraßen im Winter

Verschneite Straße durch Bakuriani mit Nadelwald an den Hängen im Januar
Bakuriani im Januar. © Kober, CC BY-SA 4.0

Die meisten Straßen zu den Skigebieten bleiben den ganzen Winter über offen, einige Hochgebirgsstrecken sind aber bis zum Frühjahr gesperrt.

StraßeIm Winter
Bordschomi-Bakurianioffen, in den letzten beiden Wintern nie komplett gesperrt
Sugdidi-Mestiaoffen; nach Steinschlag gelegentlich für 1-2 Tage gesperrt
Mestia-Uschgulifür Autos offen; das letzte Stück vor Uschguli ist manchmal 1-2 Tage gesperrt
Batumi-Chulo-Goderdzioffen; bei starkem Schneefall ist das letzte Stück zum Skigebiet gesperrt oder nur für 4x4-Fahrzeuge freigegeben
Achalziche-Goderdzivon Dezember bis Ende April gesperrt
Tuschetienvon Oktober bis Juni gesperrt
Schatilivon Ende Dezember bis Juni gesperrt

Im Winter fährt man deshalb über Batumi und Chulo nach Goderdzi, denn von Achalziche aus ist die Passstraße bis Ende April gesperrt.

Ohne Auto in die Berge

Verschneites Kasbegi unter den Berggipfeln im März
Kasbegi im März. © WaltDisno, CC BY 4.0

Marschrutkas in die Berge starten wie die meisten Verbindungen im Fernverkehr in Georgien am Busbahnhof Didube in Tiflis. Ein Ticket nach Kasbegi kostet 20 Lari, die Fahrt dauert 3-3,5 Stunden. Nach Bakuriani fahren morgens 4 Marschrutkas, ebenfalls für 20 Lari.

Ist der Dschwari-Pass gesperrt, kommen auch Marschrutkas und Taxis nicht nach Kasbegi durch. Gudauri ist zwar per Seilbahn mit dem Kobi-Tal auf der anderen Seite des Passes verbunden, bei starkem Wind steht sie aber still.

Nach Mestia können Sie auch fliegen, vom Flugplatz Natachtari bei Tiflis: 6 Flüge pro Woche, ein Ticket kostet 90 Lari, der Flug dauert etwa 40 Minuten. Im Winter fallen Flüge wetterbedingt manchmal aus, planen Sie deshalb einen Puffertag ein.

Tipps für die Winterfahrt in die Berge

Fahren Sie möglichst früh los: Im Dezember und Januar ist es in Gudauri nur etwa 9 Stunden hell, in den Schluchten wird es noch früher dunkel. Prüfen Sie die Straßenlage am Vorabend und noch einmal direkt vor der Abfahrt.

Das Freundschaftsdenkmal steht am Abschnitt Gudauri-Kobi und ist bei gesperrtem Pass nicht erreichbar. Kurz nach der Freigabe ist das Halten in den Lawinengalerien oft verboten, fotografieren Sie also lieber an Aussichtspunkten außerhalb dieses Abschnitts.

Häufig gestellte Fragen

Zwischen November und April, am häufigsten im Februar, meist wegen Lawinengefahr, seltener wegen Schneesturm. Im Winter 2025/26 war der Abschnitt Gudauri-Kobi 13 Mal gesperrt, meist für etwa einen Tag, manchmal für 4-5 Tage.

Ja, vom 1. Dezember bis 1. März auf den Bergabschnitten, die die Regierung festgelegt hat, darunter die Straßen nach Gudauri, Bakuriani, Mestia und Goderdzi. Wer ohne Winterreifen fährt, zahlt 100 Lari Strafe und bekommt 5 Strafpunkte.

Nur wenn die Polizei sie bei schlechtem Wetter vorschreibt, dann auf mindestens einer Antriebsachse. Wer trotzdem ohne Ketten unterwegs ist, kann zurückgeschickt werden und zahlt 100 Lari Strafe.

Den Stand für den Pass und die anderen Bergstraßen finden Sie oben auf dieser Seite, er wird alle 15 Minuten mit Daten der Straßenverwaltung Georgiens (georoad.gov.ge) aktualisiert. Die Hotline der Behörde erreichen Sie unter 032 2 31 30 76.

Solange der Pass zu ist, kommen weder Autos noch Marschrutkas oder Taxis über den Abschnitt Gudauri-Kobi. Meist ist er nach etwa einem Tag wieder frei. Wenn der Wind nicht zu stark ist, nehmen Sie die Seilbahn von Gudauri ins Kobi-Tal und fahren von dort mit dem Taxi die restlichen etwa 18 km nach Kasbegi.